Über den Wein und die Freude am Leben
Seit 6000 Jahren freut sich der Mensch auf ein Glas Wein, ebenso seit Jahrhunderten und Jahrtausenden auf ein schönes Stück Rindfleisch, ein saftiges Schweinsbratl, er nimmt sich gelegentlich ein Stück Speck oder gedörrte Wurst zum wandern mit, und freut sich über ein süßes Stück Kuchen.
Jahrtausende lang ging das alles gut, seit wenigen Jahrzehnten wird uns von all diesen Dingen immer wieder abwechselnd erzählt, wie ungesund das alles ist. Mal liegt der Schwerpunkt auf rotem Fleisch das Krebs erzeugt, ein andermal geht es um die Wurst und in den letzten Jahren auch um Wein. Nicht die alkoholischen Energydrink- Mixgetränke und anderes Geschlader, mit dem die Jungen heutzutage verlockt werden steht am Pranger, nein der Genuss von Wein.
Liebe Leute, lasst Euch nicht von irgendwelchen frustrierten Nerds die hinter ihren Labortischen Versuche starten, deren Ergebnis sie vorher kennen, den Spaß am Leben und die Freude an Kulinarik und Geschmack nehmen!
Jeder gesunde Mensch weiß in Wahrheit, was und wieviel wovon ihm guttut, und wann er übers Ziel schießt. Wenn ich jeden Tag mittags und abends Spinat oder Mangold esse bekomme ich von der vielen Oxalsäure Nierensteine, wenn ich jeden Tag mittags und abends Käsekrainer esse wird sich das auf meine Cholesterinwerte auswirken, auch wenn ich sie mit Kamillentee hinunterspüle. Ich könnte auch auf jedes Stück Sachertorte einen Warnhinweis kleben mit der Aussage „Kuchen tötet“, weil es vermutlich wissenschaftlich erwiesen ist, dass täglich fünf Stück Kuchen die Lebenserwartung um bis zu zehn Jahre senken können.
Diese ständige versuchte Bevormundung von Konsumenten ist ganz sicher der falsche Weg und stellt sich, wie die Vergangenheit zeigt, alle paar Jahre als falsch und überholt heraus. Wenn man von staatlichen Stellen den Menschen etwas Gutes tun möchte, dann sollte man darauf achten dass die Leut nicht verlernen, ihre natürlich angeborenen Sinne zu nutzen, selbst zu kochen, die entstehenden Gerüche und den Geschmack bewusst zu erleben – und wer gerne Wein dazu trinkt oder Lust auf ein Bierchen hat, wird keinen Schaden daran nehmen.
Dass Fertiggerichte und Regale voll mit Energy-Drinks und Limonaden immer mehr Platz im Supermarkt einnehmen – dass gibt zu denken! Die Tricks der Fastfood- und Fertig -„futter“- Erzeuger machen die Leute krank und dumm. Unter Krebsverdacht stehende Konservierungsmittel, die Unmengen von Fruchtzucker und Salz die in Fertiggerichten, und all dem verlockenden Gerümpel in unseren Märkten versteckt sind, das macht krank! Wer selbst mit Freude für sich und seine Liebsten kocht und ein gutes Glas Wein dazu genießt, wird glücklicher und gesünder alt als mancher paranoide Wissenschaftler.
Ich habe mich innerlich zerkugelt über die Aussage der 110-jährigen Steirerin, die vor wenigen Tagen im Interview über ihr Lebensgeheimnis befragt wurde und zur Antwort gab: „Viel spazieren gehen und jeden Tag ein Glas Eierlikör“.Viele glücklichen Hundertjährige auf Sardinien und Ikaria würden auch darüber schmunzeln, ihr beipflichten und weiter Ihre Feste feiern und Wein trinken.
Es gibt keine bessere Formel für ein glückliches und gesundes Leben als den eigenen Sinnen zu folgen, weil wir tief in uns drin alle selbst am besten wissen, was und wieviel uns guttut. Eines ist sicher: Die Freude am Leben hält jung!